Gelesen: Die Herrlichkeit des Lebens

P1020036Die Konsequenz nach der Lektüre eines Romans über eine Selbstmord-Epidemie? Ein Roman mit dem Titel „Die Herrlichkeit des Lebens“! Dieser erzählt von der Liebesgeschichte zwischen Franz Kafka und seiner letzten Liebe, der 15 Jahre jüngeren Dora Diamant.

Die Geschichte beginnt im Sommer 1923 an der Ostsee, wo der an Tuberkulose erkrankte Schriftsteller sich erholen soll und die junge Köchin Dora kennenlernt. Die beiden verlieben sich und beschließen noch vor seiner Abreise aus dem Seeort, dass Franz zu Dora nach Berlin kommen soll – das erste Mal, dass er mit einer Frau zusammen leben wird. Es beginnt eine zarte und gleichzeitig sehr, sehr traurige Liebesgeschichte, denn der Roman von Michael Kumpfmüller beschreibt nicht nur die Beziehung sondern gleichzeitig auch das letzte Lebensjahr Kafkas. Als Leser weiß man also von Anfang an, dass es kein Happy End geben wird.

Abwechselnd wird die Handlung aus Doras und aus Kafkas Sicht geschildert. Durch die die schnörkellose, klare Sprache und den beschreibenden Stil – und sicherlich auch dadurch, dass der Roman sich auf Tagebucheinträge und Briefe stützt – hat „Die Herrlichkeit des Lebens“ fast schon etwas Dokumentarisches. Dabei hat das Verhältnis zwischen Biografie genau das richtige Verhältnis um spannend zu sein. So wirklich fröhlich ist dieses Buch also auch nicht, dennoch ein sehr schöner Roman.

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